TA Luft Service

TA Luft Service

Für das Wohlbefinden der Menschen und der Umwelt – neue Anforderungen für Anlagenbetreiber ab Herbst 2021

Die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) definiert Grenzwerte für Immissionen und Emissionen von Schadstoffen. Sie ist die „Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz“ der deutschen Bundesregierung und hat zum Ziel, Mensch und Umwelt vor Schadstoffbelastungen durch Anlagen zu schützen. So legt sie unter anderem Berechnungsvorschriften für Luftschadstoffe fest und gilt als bundeseinheitliche, gesetzliche Regulierung bei Immissionen und Emissionen durch industrielle Anlagen.


Dabei müssen nicht nur neu zu genehmigende Anlagen die Grenzwerte einhalten, um schon bei Inbetriebnahme den aktuellen Stand der Technik aufzuweisen – auch Betreiber bereits laufender Anlagen sind gesetzlich verpflichtet, den Emissionsschutz innerhalb festgelegter Fristen dem neuesten Stand der Technik anzupassen. Das Regelwerk ist bereits mehrfach novelliert worden. Die Änderungen sollen dem jeweils weiterentwickelten Stand der Emissionsschutz- und Filtertechnik Rechnung tragen. Mit der neuen bevorstehenden TA Luft wird zudem angestrebt, den Emissionsschutz in Deutschland an die europäische Gesetzgebung anzupassen. Durch das in Kraft treten der Neufassung der TA Luft werden die Emissionsbegrenzungen für technische Anlagen durch die Bundesregierung verschärft. Zudem müssen sich Betreiber von bislang noch nicht geregelten Anlagen darauf einstellen, dass diese neu in die TA Luft aufgenommen werden.

Die wichtigsten Änderungen - und wie ERIKS die Branche unterstützt

 

Mit der Novellierung der TA Luft werden die Anforderungen an immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige technische Anlagen verschärft. Insgesamt sind rund 50.000 Anlagen von der Änderung betroffen. Dazu gehören Abfallverwertungsanlagen, Betriebe der chemischen Industrie und der Metallerzeugung sowie Zementwerke und Großanlagen der Lebensmittelindustrie.

  • Übergangsfrist von 4-5 Jahren
  • Massive Verschärfung für Anlagenbetreiber
  • Viele der Standard-Flanschverbindungen entsprechen nicht mehr den zukünftigen Anforderungen
  • Anlagenbetreiber in der Pflicht: rechnerischer Nachweis der Dichtheit
  • Eine grundlegende Änderung ist die Verantwortung: Bisher waren nur die Hersteller von Dichtungen verpflichtet, Dichtheitsnachweise nach TA Luft zu erbringen.Künftig sind allein die Betreiber dafür verantwortlich, dass ihre Anlagen die Grenzwerte der TA Luft einhalten.

 

Drei Herausforderungen und unsere Lösungen:

TA Luft Service | Die wichtigsten Neuerungen

TA Luft Nachweis für Flanschverbindungen und Ventile

Anlagenbetreiber müssen künftig für ihre Flanschverbindungen den TA Luft-Nachweis durch einen rechnerischen Dichtheitsnachweis (nach EN 1591-1) mit den zugehörigen Dichtungskennwerten (nach EN 13555) erbringen. Dies gilt dann auch für metallische RTJ- und Linsendichtungen. Lassen sich Flanschverbindungen (z. B. Kunststoff- oder Emaille-Flansche) nicht rechnerisch als technisch dicht nachweisen, ist der Dichtigkeitsnachweis künftig über einen Bauteilversuch zu belegen.

 

Eine wesentliche Neuerung hinsichtlich statischer Dichtungen nennt der Abschnitt „5.2.6.3 Flanschverbindungen“. Demnach dürfen Anlagenbetreiber ausschließlich „technisch dichte Flanschverbindungen“ einsetzen. Wer Dichtungen technisch dichter Flanschverbindungen auswählt und/oder auslegt, muss nach der neuen TA Luft die Dichtheitsklasse L0,01 mit einer spezifischen Leckagerate von unter 0,01 mg/(s∙m) mit dem Prüfmedium Helium bei den gegebenen Betriebsbedingungen einhalten.  ERIKS unterstützt Sie hier mit einer TA Luft-konformen Produktpalette von Weichstoffdichtungen über semi-metallische bis hin zu metallischen Dichtungen sowie bei Prüfungen/Berechnungen zum Stand der Technik, beim rechnerischen Nachweis der Dichtheit nach DIN EN 1591-1 entsprechend der TA Luft sowie bei der Kennwertermittlung nach EN 13555.

 

ERIKS ist ein Hersteller von Dichtungen und Ventilen für TA Luft Anforderungen

  • Entwicklung, Produktion und Lieferung von kundenspezifischen Dichtungen sowie von Eigenmarken und bekannten A-Marken-Ventilen
  • Erfüllen der Anforderungen gemäß TA Luft
  • Lieferung eines kompletten Servicepakets von Flanscharmaturen mit passenden Dichtungen für Rohrleitungen und Berechnungen nach den neuesten TA Luft Anforderungen für den Dichtheitsnachweis
  • Kammprofil-, RTJ-, Spiral-, Graphit-, Weichstoff-, Gummistahl-, Metall- und PTFE-Dichtungen

Erste Herausforderung: Rechnerischer Dichtigkeitsnachweis nach DIN EN 1591-1

Für Flanschverbindungen mit metallischen Dichtungen, z.B. RTJ- oder Linsendichtungen, ist die Vorgehensweise der Richtlinie VDI 2290 entsprechend anzuwenden, sofern geeignete Dichtungskennwerte vorliegen. Die Richtlinie VDI 2290 ergänzt die TA Luft und benennt die Kriterien einer technisch dichten Flanschverbindung für flüssige und gasförmige Medien. Jede Einbausituation muss individuell geprüft werden. Die Berechnung hat nach DIN EN 1591-1 zu erfolgen. Die jeweiligen Dichtungsparameter sind ebenfalls nach DIN EN 13555 zu ermitteln. Hierzu gehören unter anderem Kennwerte der erforderlichen oder zulässigen Flächenpressung sowie Kriechrelaxationsfaktoren. ERIKS unterstützt die Anlagenbetreiber umfassend beim rechnerischen Nachweis der Dichtheit nach DIN EN 1591-1 entsprechend der TA Luft.

TA Luft Service | AMTEC Prüfstand

ERIKS Lösung: Rechnerischer Dichtigkeitsnachweis nach DIN EN 1591-1

  • Eigener AMTEC-Prüfstand zur Ermittlung von Kennwerten nach EN13555
  • Berechnung der Festigkeit der Flansche und die Auslegung der Anziehdrehmomente
  • Dichtheitsnachweis nach DIN EN 1591-1
  • Dokumentation der Berechnungen für den TÜV
  • Ermittlung des Abdichtverhaltens nach VDI 2440/2200

Zweite Herausforderung: Bauteilversuch für nicht rechenbare Flansche

Ist ein rechnerischer Nachweis nach EN 1591-1 nicht durchführbar, ist der Dichtheitsnachweis der kompletten Baugruppe inklusive Flansche, Dichtung und Schrauben zukünftig durch eine Bauteilprüfung nach der neuen TA Luft zu erbringen. Dies bedeutet Laborprüfungen mit der Dichtigkeitsklasse L0,01mit einer spezifischen Leckagerate von maximal 0,01 mg/(s∙m) unter realen Betriebsbedingungen (z.B. reale Betriebsdrücke und Temperaturen) - ebenfalls eine deutliche Verschärfung gegenüber der alten TA Luft, da diese nun für alle nichtmetallischen Flansche durchgeführt werden muss.

ERIKS Lösung: Unterstützung für Komponententests

  • Verbindungsnachweis für nicht berechenbare Flansche
  • Dichtheitsnachweis für alle nicht-metallischen Flansche
  • Bereits ermittelter Dichtheitsnachweis für z.B. emaillierte Flansche
TA Luft Service | Rechnerischer Dichtigkeitsnachweis

Dritte Herausforderung: Montage durch geschultes Personal
nach DIN EN 1591-4

Nach der neuen TA Luft dürfen die nach dem o.g. Dichtigkeitsnachweis verfügbaren Flansche ausschließlich von nachweislich qualifiziertem Personal (nach DIN EN 1591-4) montiert werden. In der DIN EN 1591-4 sind genaue Schulungsinhalte für verschiedene Ausbildungsstufen festgelegt. So ist jeder Monteur verpflichtet, sich in der sogenannten Grundqualifikationsstufe schulen und prüfen zu lassen. Darüber hinaus müssen Montageanweisungen, Prüfung, Wartung und Vorgaben zur Qualitätskontrolle schriftlich gemäß VDI-Richtlinie 2290 dokumentiert werden. ERIKS begleitet die Anlagenbetreiber kompetent bei der Flanschmontageüberwachung und -schulung nach DIN EN 1591-4.

TA Luft Service | Montage durch geschultes Personal

ERIKS Lösung: Schulung und Überwachung der Installation vor Ort

  • Zertifizierte Schulung des Montagepersonals nach EN 1591-4
  • Montageüberwachung durch qualifiziertes Personal
  • Dokumentation der Montage- und Übergabeprotokolle
  • Koordinierung der Überwachung mit dem Kunden

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