Wasserstoff

Zukunftssicherheit für die Industrie

Wasserstoff (H2) ist ein farbloses, geruchloses, geschmackloses und leicht entzündliches Gas. Es ist das häufigste Element in unserem Universum. Eigentlich ist es nichts anderes als ein Molekül, das wir als Energieträger nutzen können. Ist Wasserstoff der Anfangspunkt für komplett grüne Energie?

In der Theorie haben wir einen weiten Weg zurückgelegt. Die Implementierung ist der nächste Schritt. Um die Energiewende zu Wasserstoff auch praktisch möglich zu machen, arbeitet ERIKS derzeit an einer Reihe von Produkten, die den Normen entsprechen. Unsere Wasserstoffspezialisten teilen gerne ihr Engagement für eine bessere Umwelt der Industrie mit Ihnen. Gemeinsam werden wir zu neuen Erkenntnissen kommen.

Produktion von Wasserstoff

Wind- und Solarparks schießen wie Pilze aus dem Boden, um saubere Energie zu erzeugen. Aber wir können die Natur nicht beherrschen; die Sonne scheint und der Wind weht – ein wenig, oder auch nicht. Wenn wir die Über- und Unterproduktion auffangen wollen, müssen wir uns auf einen Puffer verlassen. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist die Speicherung von Energie in Form von Molekülen. Und dafür ist Wasserstoff bestens geeignet.

Wasserstoff ist überall. Leider ist es nirgends in seiner reinen Form, ohne menschliche Eingriffe, zu finden. Das Molekül bindet sich direkt an Sauerstoff, wodurch Wasser entsteht. Aber mit Hilfe der Elektrolyse können wir Sauerstoff und Wasserstoff trennen, um ihn zu speichern. Sobald wir Wasserstoff wieder mit Sauerstoff in Kontakt bringen, erhalten wir Energie. Eine Menge Energie. Und zwar so viel, dass wir, sobald wir uns etwas einfallen lassen, ganze Gebäude beheizen oder Lastwagen in Bewegung setzen können.

Vorteile von Wasserstoff

Der Einsatz von grünem H2 hat viele Vorteile, von denen die wichtigsten nachfolgend aufgeführt sind:
  • Wenn der Wasserstoff von weit her kommen muss, wird er verflüssigt und kann z.B. per Schiff oder LKW transportiert werden. Aber auch Wasserstoff lässt sich - wie Erdgas - problemlos über weite Strecken per Pipeline transportieren. Die Energietransportkosten pro Rohrleitung sind zehn- bis zwanzigmal niedriger als pro Stromkabel. Diese Berechnung gilt für Neubauten, aber es gibt bereits eine sehr umfangreiche Erdgasinfrastruktur in Europa, besonders in den Niederlanden und in der Nordsee. In Zukunft werden wir diese Infrastruktur immer weniger für Erdgas nutzen. Dieses Gastransportnetz kann einfach, schnell und kostengünstig auf eine Wasserstoffinfrastruktur umgestellt werden.*
  • Wenn Sie Energie transportieren wollen, ist es besser, Wasserstoff zu transportieren als Strom. Zugegeben, bei der Umwandlung von Strom in Wasserstoff und wieder zurück in Strom gehen 60 Prozent der Energie verloren. Aber das Bewegen von Elektronen durch neue Kabel ist 100 bis 200 Mal teurer als das Bewegen von Wasserstoff durch umgebaute Erdgaspipelines.*
  • Wasserstoff begrenzt CO2-Emissionen
  • Wasserstoff ist bestens für schwere Transport- und Industrieanwendungen geeignet
  • Wasserstoff hat das Potenzial ein wichtiges Import- und Exportprodukt für Deutschland zu werden
 

               * Quelle: Prof. Ad van Wijk

Die kommenden Herausforderungen

Wasserstoff ist seit Jahrzehnten ein Gebrauchsgegenstand in der Industrie, für den ERIKS eine komplette Produktpalette liefert. Um die Energiewende und den breiteren Einsatz von Wasserstoff zu beschleunigen, müssen einige Barrieren überwunden werden:
  • Durch gezielte Förderprogramme können mit der SDE++-Förderung neue Wasserstoffanlagen für grünen Wasserstoff durch kommerzielle Marktteilnehmer realisiert werden. Verschiedene große Energieversorger stehen kurz davor, in Deutschland grünen Wasserstoff in großem Stil zu produzieren
  • Auswahl und Investition in eine sichere und kosteneffiziente Infrastruktur für die Speicherung und Verteilung von Wasserstoff, z. B. durch Nutzung des bestehenden Gaspipelinenetzes und neuer oder bestehender Tankstellen
  • Für die Stahlindustrie, Busse, Autos, Schwertransporte wie LKWs und sogar für die Luftfahrt wird Wasserstoff irgendwann eine nachhaltige Alternative sein. Wir sehen sogar Initiativen für die Hausheizung mit Wasserstoff
  • Wie kann eine einheitliche europäische Gesetzgebung eingeführt werden, in der die Standards klar definiert sind?

Bereit für Power-to-X

Werden wir in Zukunft unsere Autos mit Wasserstoff betanken können? Sollen Kraftwerke durch die Nutzung von Wasserstofftechnik CO2 frei(er) betrieben werden? Laut unserem Spezialisten Hani Rassem ist das nur eine Frage der Zeit. Mit seiner Business Unit Industriedichtungen versucht er, das Wissen im Markt zusammenzuführen, um ein komplettes Dichtungsprogramm für die Erzeugung, den Transport, die Speicherung und Nutzung von Wasserstoff anzubieten. „Wasserstoff ist kein neues Medium und wir haben in den letzten Jahren eine ganze Reihe an Erkenntnissen in unterschiedlichen Industrien und Anwendungsfällen sammeln können. Diese gilt es jetzt - als grünere Option - für ERIKS und seine Kunden zu nutzen.“ Sein Ziel ist es, Hersteller und Forschungsunternehmen zu verbinden, um ganzheitliche Dichtungslösungen für Industrie, Automotive, Strom und Wärmeerzeugung anzubieten.

„Die Berechnung von Dichtungskennwerten ist ein wesentliches Element wenn es um den Einsatz von Dichtungen in Wasserstoffanwendungen geht", sagt Hani Rassem. „Wasserstoff ist allerdings leichter als das Standardprüfgas Helium und diffundiert unter extremen Bedingungen auch durch Metall. Hinzu kommt, dass Wasserstoff unter sehr hohem Druck erzeugt werden kann. Kommen hier hohe Temperaturen hinzu, wird es kritisch, da Wasserstoff - anders als Helium - hochexplosiv ist. Diese Eigenschaften stellen unsere Kunden vor neue Herausforderungen, die wir gemeinsam lösen müssen und werden.“  ERIKS unterstützt Sie gerne bei der Auswahl der richtigen Dichtung für Ihre Wasserstoffanwendung.

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