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Lithium-Ionen-Akkus - gefährlicher als Sie denken

Ob im E-Bike, im Gartengerät oder im Akkuschrauber - das Leichtmetall Lithium steckt in vielen Batterien und Akkus und spielt in der heutigen Zeit eine große Rolle. Durch ihre hohe Energiedichte bergen die Akkus auf Lithiumbasis allerdings ein hohes Brandrisiko, welches durch unbeaufsichtiges Aufladen noch verstärkt wird. Unsere Lösung, um dieses Brandrisiko zu verringern: Die Sicherheitsschränke des Typ 90 zum Laden und Lagern von neuen oder gebrauchten Akkus. 

eingebauter blauer Sicherheitsschrank unter einer Treppe, mit geöffneter Tür

Was sind Lithium-Ionen-Akkus?

Akkus sind, wie auch Batterien, elektrochemische Energiespeicher, die sich aus zwei metallenen Elektroden, einem flüssigen Elektrolyten und einem Separator zusammensetzen. Lithium ist dabei nicht nur das leichteste, sondern auch das elektropositivste Metall, welches Elektronen besonders leicht abgibt – dies sorgt für eine hohe Energiedichte.

Wo kommen Akkus zum Einsatz?

Lithium-Ionen-Akkus werden auf Grund ihrer Effizienz in immer mehr Geräten verbaut. Dazu zählen beispielsweise:

  • Haushalts- oder Gartengeräte
  • E-Bikes und E-Scooter
  • Handscanner
  • Elektrowerkzeuge
  • Kameras
  • Laptops

Warum sind Lithium-Ionen-Akkus gefährlich?

Ein sicherer Gebrauch von Lithium-Ionen-Akkus ist laut VDE (Verband der Elektrotechnik) im Normalbetrieb nur bei einem ordnungsgemäßen Umgang gesichert. Das Brandrisiko sollte dennoch nicht unterschätzt werden.

Es gilt als besonders riskant, wenn ein Lithium-Ionen-Akku:

  • Beschädigungen an der Mechanik hat, z.B. bei einem E-Bike durch einen Verkehrsunfall 
  • Vorschädigungen durch Tiefenentladung aufweist und eine Zelle instabil wird. Als Folge kann es zu inneren Kurzschlüssen und zu starker Erhitzung kommen
  • Durch ausgeprägte Energie- und Wärmequellen thermisch überbelastet ist, z.B. ein innerer Kurzschluss durch Ausfall eines Kühlsystems als Folge starker Sonneneinstrahlung
  • Auf Grund eines Defekts der Schutzelektronik überlastet wird, der beim Laden und Entladen entsteht

Eine spontane Selbstentzündung nach einem technischen Defekt des Akkus, sei es durch die mechanische Einwirkung auf den Akku oder mittels technischer Überlastung, ist ein typischer Schadensfall bei Lithium-Ionen-Akkus.

Die Gefahr durch einen Akkubrand

Es kann zu einer erneuten Entfachung des Brandes kommen, obwohl dieser augenscheinlich gelöscht wurde. Denn das sofortige Kühlen mit Wasser erreicht nur die Außenhülle des Akkus.

Welche gesetzlichen Vorschriften sind zu beachten?

Für die Bereitstellung und Lagerung gibt es noch keine allgemeingültigen Vorschriften, Schutzziele oder Normen, da Lithium-Ionen-Akkus aktuell als Gefahrgut und nicht als Gefahrstoff gekennzeichnet werden. 

Nach §5 des Arbeitsschutzgesetzes ist jeder Arbeitgeber dazu verpflichtet, die Unfall- und Gesundheitsrisiken seiner Arbeitnehmenden zu ermitteln und zu bewerten. Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) fordert, dass sämtliche Gefährdungen, die sowohl von den Arbeitsmitteln, der Arbeitsumgebung als auch den Arbeitsgegenständen ausgehen, einzubeziehen. Das Unternehmen ist dazu verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, sobald Lithium-Ionen-Akkus in einem Unternehmen genutzt oder gelagert werden.

Das Unternehmen und der Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass

  • die Gefährdungsbeurteilung durchgeführt wird, um Brand- und Explosionsrisikien bewerten zu können
  • geeignete Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln für die Mitarbeitdenen aus der Gefährdungsbeurteilung abgeleitet werden
  • Betriebsanweisungen für den richtigen Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus erstellt und sichtbar für jeden Mitarbeitenden ausgehangen werden
  • die Wirksamkeit der zuvor getroffenen Schutzmaßnahmen stets überprüft und bei Bedarf korrigiert oder erweitert werden

Wie werden Lithium-Ionen-Akkus sicher gelagert?

Folgende Grundlagen sind für eine sichere Lagerung und Aufbewahrung fortlaufend zu beachten:

  • Akkus trocken und kühl lagern und vor Feuchtigkeit sowie Wärmequellen schützen
  • Schutz vor mechanischen Beschädigungen 
  • Ebenerdige Lagerung, um eine schnelle Evakuierung im Brandfall zu ermöglichen
  • Sicherstellung einer ausreichenden Belüftung
  • Lagerung in der Originalverpackung
  • Kartons nicht höher stapeln als vom Hersteller vorgegeben
  • Getrennt von anderen Stoffen lagern
  • Lagerung in speziellen Bereichen mit feuerbeständiger Umgebung, geeigneten Brandmeldeeinrichtungen sowie Brandunterdrückungsanlagen

Dank Sicherheitsschränken ein sicheres Laden und Lagern

Wir empfehlen den Einsatz von Sicherheitsschränken, um eine sichere Lagerung und das Aufladen von Lithiumbatterien zu gewährleisten. 

Hierfür hat unser Partner asecos mit den Sicherheitsschrankmodellen der ION-LINE eine Typ-90 Schrankserie entwickelt. Dabei stehen dem Anwender zwei Arten der Lagerung zur Verfügung. Bei der passiven Lagerung können die Akkus über einen bestimmten Zeitraum sicher aufbewahrt werden. Bei der aktiven Lagerung werden zusätzlich die Akkupacks mit Hilfe eines Ladegeräts im Sicherheitsschrank aufgeladen. Da bei den Lagerungen Wärme entstehen kann, die eventuell in Hitze umschlägt und im schlimmsten Fall in einem Feuer enden kann, sind die PRO-Modelle der Sicherheitsschränke mit einem mehrstufigem Warn- und Brandunterdrückungssystem ausgestattet. 

Die Sicherheitsschränke stellen durch eine 90-minütige Feuerwiderstandsfähigkeit von außen nach innen einen zweifachen Schutz vor Flammen sicher: sollte außerhalb des Schrankes ein Brand entstehen, sind die Akkus im Inneren vor einer Überhitzung geschützt. Genauso funktioniert der Schutz von innen nach außen, falls sich die Akkus entzünden. So wird gewährleistet, dass sich die Akkus bei einem Gebäudebrand nicht spontan entzünden, instabil werden oder sogar explodieren.

Sie kennen bereits Ihre genauen Anforderungen an Ihren benötigten Sicherheitsschrank? Sehr gut! Dann konfigurieren Sie direkt Ihren individuellen Schrank. 

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