7 Tipps, um Instandhaltungskosten bei der Anlageninspektion zu senken

7 Tipps, um Instandhaltungskosten bei der Anlageninspektion zu senken

Inspektionen in Chemieunternehmen sind mit vielen komplexen Herausforderungen verbunden. Zeitdruck, Kommunikationsschwierigkeiten und hierarchische Strukturen sind einige davon. 

Sicherheit ist ebenfalls ein wichtiger Faktor bei der Überprüfung, was zu extremen Kontrollen führen kann, um Fehler und eigenes Verschulden zu vermeiden. Außerdem können sich weitere Einschränkungen aus dem Alter der Chemieanlage ergeben.

Neben dem Inspektionsteam und dem Sicherheitsbeauftragten stehen auch Instandhaltungsmanager unter enormem Druck. Diese sind für die vollständige Unterbrechung des Betriebs zuständig, mit dem Ziel, möglichst viele Arbeiten so sicher wie möglich in kürzester Zeit durchzuführen.

Inspektionen zählen zu den kostspieligsten Instandhaltungsaufgaben. Diese können 2–8 Wochen in Anspruch nehmen und durch Produktionsausfälle bedingte Umsatzverluste in Höhe von 1–3 Millionen Euro pro Tag verursachen. Die Einhaltung des Zeitplans ist von entscheidender Bedeutung, da sich jegliche Verzögerungen direkt auf die Kosten – die größte Herausforderung bei Inspektionen – auswirken.

Anlageninspektionen sind komplex und stellen einen großen Störfaktor dar. Sie sind aber dennoch unerlässlich. Nachstehend sind einige Möglichkeiten aufgelistet, wie Sie Kosten für die erfolgreiche Anlageninspektion sparen können.

7 Tipps, um Instandhaltungskosten bei der Anlageninspektion zu senken

    

7 Tipps, um Kosten zu senken:

1. Gründliche Vorbereitung:

Die Inspektion muss sorgfältig und detailliert geplant werden. Dabei sind die Angaben zu Bestandsartikeln (Industriedichtungen, Flansche, Armaturen und Pumpen), Personal, Schulungen, Zertifizierungen, Garantien und durchzuführenden Aktivitäten unerlässlich. Wenn diese Details nicht stimmen, kann dies zu erheblich höheren Ausfallzeiten führen.

Korrekte Informationen und Daten sind für eine gründliche Vorausplanung äußerst wichtig. Mit einer detaillierten Übersicht können Sie den Arbeitsumfang und somit auch Zeit und Kosten minimieren. Planen Sie so viele Instandhaltungsarbeiten wie möglich vor oder nach der Abschaltung ein, um währenddessen nur die absolut notwendigen Arbeiten durchführen zu müssen. 

Legen Sie im Vorfeld der Inspektion Folgendes fest:

  • Detaillierte Kostenschätzung 
  • Zeitraum der Abschaltung und voraussichtlicher Zeitplan 
  • Ziele und Vorgaben 
  • Kriterien für geplante Arbeiten 
  • Anforderungen an den Bestand 
  • Kernteams und zusätzliches Personal 
  • Dynamische Gefährdungsbeurteilung 

 

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2. Planung und Besichtigung:

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Vorsicht ist besser als Nachsicht und Planung ist der Schlüssel dazu. Ein klarer und gemeinsamer Prozessrahmen, um einzelne Inspektionsaktivitäten aufeinander abzustimmen, ist für eine hocheffiziente Inspektion unerlässlich.

Als Instandhaltungsmanager müssen Sie wissen, wo die Probleme liegen und wer sich mehr einbringen kann. Dabei sollten Sie die Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen Ihrer Mitarbeiter berücksichtigen, um die Zuständigkeiten und Aufgaben bestmöglich zu verteilen. 

Sie können die Besichtigung leichter organisieren und die Durchführbarkeit der Inspektion im vorgegebenen Zeitrahmen besser bewerten, wenn Sie Aufgaben und Aktivitäten delegieren. Außerdem werden so versteckte Ressourcen aufgedeckt, die genutzt werden können, um die Aufgaben unter Einhaltung der Kostenvorgaben zu erledigen. 

Eine frühzeitige Planung hilft Ihnen, von einer reaktiven zu einer proaktiven Arbeitsweise überzugehen. Je nach Größe und Alter Ihrer Anlage sollten Sie 6–12 Monate im Voraus mit der Planung beginnen. Planen Sie Zeitpuffer für Anpassungen, Schulungen oder Unvorhergesehenes ein. 

Ziehen Sie Vor-Ort-Dienstleistungen in Betracht. So kann z. B. ein Anwendungstechniker von ERIKS Ihren Betrieb mit technischer Analyse und Unterstützung unterstützen. In flexibler Zusammenarbeit mit ihm können Sie und Ihr Team Vorbereitungsmaßnahmen für die Inspektion treffen. Die Experten übernehmen Aufgaben wie Flanschberechnungen, Erarbeitung umfassenderer Lösungen, Überwachung von Lagerbeständen und ggf. Suche nach besseren Alternativen.

 

3. Vertrauenswürdige Lieferanten:

Ausfallzeiten kosten Millionen, daher sind vertrauenswürdige und zuverlässige Lieferanten unabdingbar. Hierbei ist es wichtig, dass ERIKS als Ihr Lieferant nicht nur Ihre benötigten Teile zuverlässig liefert, sondern darüber hinaus fachkundig und kompetent ist. 

Pflegen Sie vertrauensvolle Beziehungen zu Lieferanten wie z. B. ERIKS, um von ihrem umfassenden Wissen über Geräte und Ihre Anlage zu profitieren. Binden Sie Ihre Lieferanten frühzeitig in die Planung ein, damit Sie von einem starken Partner während des gesamten Prozesses tatkräftig unterstützen werden können.

ERIKS bietet Dienstleistungen im Vorfeld der Inbetriebnahme an, wie z. B. Prüfungen, Berechnungen und Verwaltung von Flanschen. Unsere Experten arbeiten eng mit Ihnen zusammen, um Ihnen fristgerecht die bestmöglichen und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Lösungen anzubieten.

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4. Vorratsverwaltung:

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Ob während der Betriebszeiten, Ausfallzeiten  oder Inspektionen – die Vorratsverwaltung spielt immer eine große Rolle.  Um Kosten zu senken und einen reibungslosen Inspektionsablauf zu gewährleisten, bietet Eriks weitere Dienstleistungen zur Optimierung Ihres Betriebs an.

Plug-and-Play – Bereitstellung von 6 m großen Containern mit allen für die Inspektion erforderlichen Materialien vor Ort. Gemeinsam mit Ihnen stimmt ERIKS im Vorfeld ab, welche Industriedichtungen, Stiftschrauben, Werkzeuge, Armaturen, Antriebskomponenten und Instandhaltungsprodukte in welchen Größen und Mengen benötigt werden. 

Lagerbestände – mit ERIKS halten Sie Ihre Lagerbestände auch während der Abschaltung auf dem neuesten Stand. Bei Bedarf werden (maßgeschneiderte) Produkte schnell geliefert, damit Ihnen mehr Zeit für andere Aktivitäten bleibt und Sie den Zeitplan für die Abschaltung einhalten können.

Referenzierung und Kategorisierung – Referenzierung von Anlagen und Kategorisierung von Artikeln (A/B/C/D) entsprechend dem Grad ihrer Kritikalität/Spezifität, der Notwendigkeit, sie auf Lager zu haben sowie der zulässigen Vorlaufzeit. Ein Kunde hat z. B. seine Artikel in 5 Kategorien unterteilt und einen Übersichtsplan erstellt, der die Wichtigkeit der einzelnen Artikel schematisch wiedergibt. 

Sets und Benchmarks – Bereitstellung von Kits und Benchmarks, um die Verfügbarkeit von Artikeln zu gewährleisten, die für einen effektiven Ablauf der geplanten Inspektion erforderlich sind.

 

5. Zuverlässiges Inspektionsmanagement durch Drittanbieter:

Möglicherweise sind viele neue Subunternehmer involviert, die mit den Anlagen, dem Layout und den Prozessen noch nicht vertraut sind. Selbst die Anlagenmitarbeiter werden Tätigkeiten ausführen müssen, die alles andere als Routine sind und nur während Inspektionen zum Tragen kommen. Das kann für Instandhaltungsmanager enorme Sicherheitsprobleme darstellen.

Beauftragen Sie ein zuverlässiges externes Team mit dem Inspektionsmanagement, um diese Aufgabe nicht alleine bewältigen zu müssen. ERIKS begleitet seit vielen Jahren verschiedene Chemieanlagen bei Abschaltungen von Anfang bis zum Ende. Es ist uns ein Anliegen, dass Sie so schnell und sicher wie möglich den Betrieb wieder aufnehmen können.

Unsere Experten arbeiten eng mit den Mitarbeitern vor Ort zusammen und stehen ihnen mit ihren Fertigkeiten und Fachkenntnissen stets zur Seite. Sie beraten sofort bei unvorhergesehenen Problemen und gehen systematisch und diszipliniert vor, um einen reibungslosen Inspektionsablauf zu gewährleisten.

Die Mitarbeiter des Inspektionsmanagementteams stehen Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung, um Sie vor Ort mit einem großen Produktsortiment und ihren fundierten Anwendungskenntnissen in den Bereichen Dichtungs-, Antriebs- und Fluidtechnik sowie bei der Auswahl entsprechender Werkzeuge zu unterstützen. Somit haben Sie mit ERIKS einen einzigartigen Partner, dem Sie Ihre Instandhaltungsinspektionen anvertrauen können. 

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6. Beurteilung: 

7 Tipps, um Instandhaltungskosten bei der Anlageninspektion zu senken

Treffen Sie fundierte Entscheidungen anhand von verlässlichen Informationen. Vielleicht ist Ihre Anlage so groß, dass für sie ein eigenes Inspektionsmanagementteam vorgesehen ist. Möglicherweise haben Sie aber auch eine kleinere Anlage, die von einem wechselnden Team (alle 2–4 Jahre) inspiziert wird.

In jedem Fall sollten Sie alle früheren Inspektionen übersichtlich gesammelt dokumentieren und systematisch darstellen, damit alle Informationen dem Inspektionsmanagementteam zur Verfügung stehen. Sammeln Sie Daten, um zu erkennen, welche Prozesse funktionieren (und welche nicht) und welche optimiert werden müssen. So können Sie auch Wissen, Fakten und Zahlen mit anderen Abteilungsleitern, Führungskräften und Stakeholdern teilen.

Bei der Beurteilung der Wirksamkeit Ihrer Inspektion ist es hilfreich, Folgendes zu berücksichtigen:

  • Wurden vorrangige Arbeiten erledigt und der Zeit- und Kostenrahmen eingehalten? 
  • Wurden Nachbesprechungsdokumente und Inspektionsberichte erstellt? 
  • Wurden KPIs erfüllt oder ggf. angepasst? Wenn ja, wie? 
  • Haben Kommunikationskanäle reibungslos funktioniert und wurden sie rege genutzt? 
  • Wurden Fortschritte und Verzögerungen durchgängig dokumentiert und kommuniziert? 
  • Wurden Feedback-Umfragen durchgeführt? 
  • Wurden mögliche Verbesserungen aufgezeigt? 

 

In Rahmen dieser abschließenden Überprüfung werden Fragen beantwortet, die Ihren Prozess in der Zukunft optimieren sollen. Dadurch wird die Übergabe erleichtert und die Lernkurve neuer Inspektionsmanagementteams verbessert.

7. Einplanung des Unvorhergesehenen:

Im Vorfeld einer Inspektion wird eine vollständige Stückliste erstellt und sichergestellt, dass die entsprechenden Produkte pünktlich geliefert werden. Aber selbst bei einer planmäßigen Inspektion sollten Sie sich auf ungeplante Ausfälle vorbereiten. Eine Anlage, die möglicherweise vor der Abschaltung noch ordnungsgemäß funktioniert hat, kann beim Einschalten dennoch versagen.  

Es ist äußerst wichtig, Puffer für solche Zwischenfälle einzuplanen und gute Beziehungen zu Lieferanten zu pflegen. Lieferanten verfügen über fundierte Kenntnisse und ein umfassendes Verständnis von Anlagen, einschließlich der Probleme, die bei einer Inspektion auftreten können. Mit ERIKS an Bord sind sie auf derartige Zwischenfälle bestmöglich vorbereitet.

7 Tipps, um Instandhaltungskosten bei der Anlageninspektion zu senken

Fazit

Im Rahmen einer Anlageninspektion werden Instandhaltungsarbeiten durchgeführt, um die Zuverlässigkeit der Anlagen zu erhöhen, gesetzliche Bestimmungen einzuhalten und Systeme zu überholen. Dadurch soll die Sicherheit erhöht, ungeplante Ausfallzeiten reduziert und katastrophales Versagen verhindert werden. Unvorhergesehenes und somit auch ungeplante Ausfallzeiten lassen sich jedoch nicht komplett vermeiden.

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Weitere Informationen finden Sie in unserem Leitfaden „Best Practices zur Minimierung von Ausfallzeiten in der chemischen Industrie“. In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Herausforderungen Instandhaltungsabteilungen zu bewältigen haben, welche häufigen Fehler zu ungeplanten Ausfallzeiten führen und welche Best Practices sich für die Minimierung dieser ungeplanten Abschaltungen bewährt haben.

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