Bunte Ohrstöpsel

10 Ursachen für Gehörschädigung bei der Arbeit

Machen Sie es persönlich mit dem Gehörschutz von Honeywell

Übermäßiger Lärm ist in allen Branchen verbreitet: Von der Fertigung über das Baugewerbe bis hin zur Landwirtschaft sowie Öl- und Gasindustrie. Lärmbedingter Hörverlust ist die häufigste Berufskrankheit in ganz Europa. Sie macht etwa ein Drittel aller arbeitsbedingten Erkrankungen aus.

Im Gegensatz zu offensichtlichen Verletzungen ist es schwierig, zu erkennen, ob eine Person davon betroffen ist, da diese Verletzung nach außen hin unsichtbar, schmerzlos und progressiv ist. Aber wie entsteht lärmbedingter Gehörverlust? Er kann durch ständige oder intermittierende Belastung auf Grund gefährlicher Lärmpegel (in der Regel ≥85 dB(A)) oder einmalige Impulslärmbelastung mit hoher Intensität verursacht werden. Die Auswirkungen auf das Gehör eines Menschen sind irreversibel, aber Experten sind sich einig, dass durch Berufslärm bedingter Hörverlust mit der Umsetzung geeigneter Maßnahmen reduziert bzw. verhindert werden kann.

Um das Risiko zu mindern, müssen Arbeitgeber nach der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung ein Programm zur Prävention von Gehörverlust einführen, wenn die täglichen Lärmbelastungsgrenzwerte durchschnittlich 85 dB(A) oder mehr betragen. Ein Gehörverlust-Präventionsprogramm umfasst Lärmüberwachung, jährliche audiometrische Screenings, Schulungen der Mitarbeiter, ordnungsgemäße Aufzeichnungen und die Bereitstellung von Gehörschutzausrüstung.

Als Faustformel ist gültig nach der EN 352-1 bis EN 352-8

  • 1.  Ø Lärmpegel <80 dB -> keine Tragepflicht von Gehörschutz
  • 2. Ø Lärmpegel 80 dB bis 85 dB -> Bereitstellung aber keine Tragepflicht von Gehörschutz
  • 3. Ø Lärmpegel >85 dB -> Bereitstellung und Tragepflicht

 

Aufgaben des Gehörschutzes

Der Gehörschutz soll schädigenden Lärm reduzieren, aber nicht alle Geräusche ausblenden. Ein „Überschutz“ tritt auf, wenn der Gehörschutz eine höhere Dämmung bietet als für die Situation erforderlich. Ein Arbeitnehmer, der keine Warnsignale hören oder nicht mit Kollegen kommunizieren kann, neigt eher dazu, Fehler zu machen, sich zu verletzen oder sich bei der Arbeit isoliert zu fühlen. An vielen Arbeitsplätzen ist Kommunikation sowohl für die Sicherheit als auch für die Produktivität von entscheidender Bedeutung. Deshalb profitieren Mitarbeiter von Gehörschutz, der die Kommunikation und die Wahrnehmung ihrer Umgebung ermöglicht.

Das Angebot einer Auswahl von Gehörschutzstöpseln oder Kapselgehörschützern in verschiedenen Modellen und Größen, die regelmäßige Überwachung der Lärmbelastung und Dämmung sowie die Schulung der Arbeitnehmer zur individuellen Erzielung von korrekter Dämmung tragen zu einem erfolgreichen Programm zum Schutz des Hörvermögens bei, das die Arbeitnehmer vor schädigendem Lärm schützt.

Stilisierter Presslufthammer

1. Industrielärm

Tragen Sie immer einen Gehörschutz, wenn gefährlicher Lärm vorhanden ist. Stellen Sie auch nur vorübergehende Symptome wie dumpfes Hören oder Ohrensausen am Ende des Arbeitstages fest, ist dies bereits ein Zeichen für eine Schädigung des Gehörs. Daher sollten Sie sich vergewissern, dass Ihr Gehörschutz für Ihre persönlichen Arbeitsbedingungen geeignet ist und dass Sie ihn korrekt tragen.

2. Unsachgemäße Verwendung von Gehörschutz

Wenn es um Gehörschutz geht, gibt es kein »One fits all«, denn jeder Anwender ist anders. Jeder Mensch besitzt eine einzigartige Ohr-Anatomie, Arbeitsanforderungen, Lärmumgebung und persönliche Vorlieben. Eine individuelle Passformprüfung (»Fit Test«) ist dabei eine der besten Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass der Gehörschutz richtig getragen wird. Bei dieser Prüfung wird die tatsächliche Dämmung gemessen, die ein bestimmter Mitarbeiter mit einem bestimmten Gehörschutz erreichen kann. Bei der Passformprüfung handelt es sich ebenfalls um ein hervorragendes Schulungsinstrument, mit dem die Mitarbeiter lernen, den Gehörschutz jedes Mal richtig anzupassen.

Stilisiertes Ohr mit Ohrstöpsel
Stilisierte Darstellung einer Person, die Pause macht

3. Fehlende Pausen

Das Einlegen von »ruhigen» Pausen bei der Arbeit in gefährlichem Lärm kann hilfreich sein, da die Lärmbelastung maßgeblich vom Lärmpegel als auch von der Dauer der Belastung abhängt. »Ruhige« Pausen können beispielsweise durch das Aufsuchen eines ruhigen Pausenbereichs oder das Tauschen von Aufgaben mit einem Kollegen an einem ruhigeren Arbeitsplatz erreicht werden.

4. Ototoxische Chemikalien

Eine Vielzahl von Chemikalien ist »ototoxisch«. Das bedeutet, dass sie das Gehör schädigen und zu Hörverlust und Tinnitus führen können. Durch das Einatmen von ototoxischen Dämpfen oder durch Hautkontakt mit giftigen Substanzen können Schäden verursacht werden. Arbeiten Sie mit potenziell giftigen Chemikalien, sollten Sie einen geeigneten Hand- und Atemschutz verwenden.

Stilisierte Darstellung einer Flasche mit toxischer Chemikalie
Stilisierte Darstellung von Tabletten

5. Medikamente

Bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente wie z. B. Antibiotika, Diuretika und Krebstherapien, aber auch rezeptfreie Schmerztabletten sind ebenfalls ototoxisch und können das Gehör schädigen und/oder Tinnitus verursachen. Versuchen Sie, die Verwendung von frei verkäuflichen Medikamenten so sparsam wie möglich zu gestalten. Werden die Schmerzen durch schlechte ergonomische Bedingungen verursacht, sollten Sie diese Probleme angehen. Sind Sie jedoch der Auffassung, dass ein verschreibungspflichtiges Medikament der Grund für Ihre Hörprobleme sein kann, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über andere Behandlungsmöglichkeiten.

6. Laute Musik

Erhöhte Produktivität, reduzierter Stress und ein verbessertes geistiges Wohlbefinden sind nur einige Vorteile von Musik am Arbeitsplatz. Wenn die Musik jedoch zu laut ist, kann sie auch Schaden anrichten. Wird Musik über Lautsprecher in einem offenen Bereich abgespielt, gelten die gleichen Regeln wie bei jedem anderen Geräusch: Müssen Sie schreien, um gehört zu werden, ist die Musik zu laut. Verwenden Mitarbeiter Kopfhörer, sollten sie die Lautstärkeeinstellung auf etwa 60 % der maximalen Lautstärke begrenzen, um einen sicheren Hörpegel zu gewährleisten.

Wenn laute Geräusche vorhanden sind, sollten Sie das Abspielen von Musik vermeiden. Hierdurch können Sie dazu verleitet werden, die Musik auf einen unsicheren Pegel aufzudrehen. Ein audioaktivierter Gehörschutz stellt eine noch bessere Option dar: Durch diese spezielle Art des Gehörschutzes werden Umgebungsgeräusche gedämpft, sodass die Musik nicht zu laut aufgedreht werden muss. Ebenfalls wird die Lautstärke der Musik unter dem Gehörschutz auf allgemein sichere Werte begrenzt.

Stilisierter Lautsprecher
Stilisierte Darstellung von zwei älteren Personen

7. Alter

Es ist uns bislang nicht gelungen, den Alterungsprozess aufzuhalten. Dennoch gibt es Möglichkeiten, um einige der Auswirkungen zu verlangsamen. Die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung sind zwei Faktoren, die wie bei anderen altersbedingten Krankheiten dem altersbedingten Hörverlust vorbeugen können. Um die Gehör-Gesundheit ein Leben lang zu erhalten, kann eine nährstoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse helfen. Zudem kann die optimale Funktion des Gehörsystems durch Bewegung unterstützt werden, indem nährstoffreiches Blut zum Gehörsystem zirkuliert.

8. Unbehandelte gesundheitliche Probleme

Verschiedene Gesundheitsprobleme, wie z. B. Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, können zu Hörverlust beitragen. Umso wichtiger ist es, diese Probleme zu behandeln, damit eine weitere Schädigung des Gehörs verhindert werden kann. Denn ein unbehandelter Hörverlust kann zu weiteren gesundheitlichen Problemen wie etwa einem höheren Demenzrisiko beitragen. Daher ist es umso wichtiger, dass Ihr Gehör geschützt wird.

Kreis mit innenliegendem Kreuz
Stilisierte Darstellung einer Zigarette

9. Rauchen

Die durch Lärm verursachten Schäden können durch das Rauchen von Tabak, welches mit Hörproblemen in Verbindung gebracht wird, verschlimmert werden. Zur Verhinderung von Hörschäden sowie anderen bekannten Folgen kann der Verzicht auf das Rauchen am Arbeitsplatz (und zu Hause) beitragen.

10. Psychische Belastung

Es ist geläufig, dass das Leben mit einem chronischen Tinnitus sowohl Depressionen als auch Angstzustände hervorruft. Ebenfalls können mentale und emotionale Stressfaktoren den Tinnitus verschlimmern. Daher ist es wichtig, sich gleichermaßen um die psychische als auch um die körperliche Gesundheit zu kümmern. Stellen Sie für Ihre Mitarbeiter, die Auswirkungen von Stress spüren oder unter psychischer Belastung leiden, unterstützende Ressourcen zur Verfügung.

Stilisierte Darstellung von psychischer Belastung

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